Das CIP ist ein Ausbildungs- und Weiterbildungsinstitut für Psychologische Psychotherapie. Aufgrund des Wachstums wurde der Standort in Erlangen um eine rund 270 Quadratmeter große Fläche im Erdgeschoss erweitert. Der vorhandene Grundriss entsprach jedoch weder den unterschiedlichen Nutzungen einer psychotherapeutischen Ambulanz noch den hohen Anforderungen an Vertraulichkeit und Raumakustik. projekt k entwickelte die Fläche deshalb von Grund auf neu. Entstanden sind zusätzliche Therapieräume sowie Gruppen- und Seminarbereiche, Büros und ein zentraler Empfang. Eine neu organisierte Mittelzone bringt Struktur und Licht in die Tiefe des Gebäudes.
Projektdaten:
- Fläche: ca. 270 m²
- Arbeitsplätze: 10–15
- Bereiche: Empfang, Therapie- und Gruppenräume, Seminarräume, Wartebereiche, Büros, Sozialräume, Lounge, Bibliothek, Backoffice
- Planung: ab Mitte 2024
- Umsetzung: 2025
- Fertigstellung: Mitte 2025
- Leistungen projekt k: Beratung und Bedarfsanalyse, Innenarchitektur und Raumplanung, Möblierung, Beleuchtung, Akustik, Innenausbau und Trennwände, Projektkoordination und Bauleitung


Eine neue Struktur für die Ambulanz
Die neu hinzugenommene Fläche war zuvor als reine Bürofläche genutzt worden. Für die Ambulanz musste sie unterschiedliche Nutzungen aufnehmen: Therapien, Aus- und Weiterbildungen, Selbsterfahrung und Supervision ebenso wie Arbeits- und Aufenthaltsbereiche für die Therapeutinnen und Therapeuten.
Dafür wurde die Fläche vollständig entkernt und neu gegliedert. Bestehende Wände wurden zurückgebaut, Raumgrößen neu definiert und zusätzliche Therapieräume geschaffen. Eine geschwungene Wand führt vom Empfang entlang des Therapiebereichs in die Tiefe der Fläche. Im hinteren Bereich entstand das Backoffice mit Arbeits- und Rückzugsmöglichkeiten für das Team.



Räume für Therapie und Ausbildung
Die Therapieräume unterscheiden sich in ihrer Farbgebung und setzen jeweils eigene Akzente. Gemeinsam ist ihnen die bewusst ruhige Möblierung für das Gespräch. Teppichflächen grenzen sie auch im Bodenmaterial von der zentralen Erschließung ab.
Besondere Bedeutung hatte die akustische Trennung. Gespräche aus den Therapieräumen sollten weder im Flur noch in angrenzenden Räumen zu hören sein. Wände und Türen wurden deshalb mit entsprechend hoher akustischer Abschirmung geplant. Eine im Bestand entdeckte Kassettendecke erforderte zudem eine neue Deckenebene, in die akustische und lichttechnische Anforderungen integriert wurden.



Für Gruppen, Seminare und Weiterbildungen wurden größere Räume in die neue Struktur integriert. Sie ergänzen die kleineren Therapieräume und ermöglichen die unterschiedlichen Formate des Instituts auf derselben Fläche.

Die Mittelzone wird zur räumlichen Achse
Eine besondere Herausforderung war die Tiefe des Erdgeschosses. projekt k nutzte den zuvor dunklen mittleren Bereich als zentrale Achse der neuen Raumstruktur. Empfang, gläserne Meetingbox, Technik- und Kopierbereich sowie Garderobe folgen hier aufeinander und geben der Fläche eine klare Ordnung. Warme Farbtöne greifen die geschwungenen Wandlinien auf.

Glastüren und Oberlichter führen Licht aus den angrenzenden Bereichen in die Gebäudemitte. Der verglaste Besprechungsraum lässt Licht in beide Richtungen passieren. Ein modulares Schienensystem von Artemide folgt dem Verlauf der Mittelzone und verbindet Allgemeinbeleuchtung mit gezieltem Licht für Empfang, Kopierbereich und Garderobe.


In der Mittelzone wurde Vinyl verlegt, die Therapiebereiche erhielten Teppichfliesen. Beide Beläge haben die gleiche Aufbauhöhe und konnten deshalb flächenbündig und ohne Übergangsschienen verlegt werden. Die Teppichflächen wurden an den Übergängen passend zum Verlauf der Räume zugeschnitten und abgerundet. Auch innerhalb der gläsernen Meetingbox markiert ein Wechsel zum Teppich den eigenständigen Bereich.

Arbeiten und zusammenkommen
Neben den Therapie- und Ausbildungsräumen entstanden Bereiche für die tägliche Arbeit des Teams. Im Backoffice stehen Arbeitsplätze und Stauraum zur Verfügung; persönliche Fächer unterstützen die gemeinsame Nutzung der Arbeitsplätze. Ein Aufenthaltsbereich mit Küche und großem Tisch ergänzt die Arbeits- und Rückzugsmöglichkeiten für die Therapeutinnen und Therapeuten.



„Die Planungsidee hat uns überzeugt und wurde konsequent umgesetzt. Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung wurden wir vom Team und insbesondere vom Projektmanager vor Ort sehr gut begleitet.“
Dr. Judith Siegl
Institutsleitung

